Geeichte Waage | OMEGA Waagen GmbH

Eine geeichte Waage muss immer dann verwendet werden, wenn das Gewicht zur Ermittlung eines Preises herangezogen wird. Darüber hinaus gibt es noch weitere Anwendungen, die eine geeichte Waage voraussetzen.

In unserem Blog haben wir diese Thematik sehr ausführlich behandelt und aus der angegebenen Tabelle können Sie leicht ermitteln ob Ihre Anwendung eine geeichte Waage voraussetzt.

Welche Verfahren gibt es?

Neben der Eichung gibt es noch die Werkskalibrierung, auch ISO-Kalibrierung genannt. Diese wird vom Hersteller oder einer befähigten Person / Unternehmen durchgeführt. Eine klare Definition des Vorgehens gibt es hier nicht. Der Hersteller bestimmt selbst welchen Umfang die Prüfung hat. OMEGA Waagen GmbH geht bei der Werkskalibrierung wie bei der Eichung vor. Wir orientieren uns dabei an der DIN 45501, welche auch die Vorgaben für die Eichung einer Waage definiert.

Die Kalibrierung nach DAkkS ist eine weitere Form der dokumentierten Prüfung einer Waage. Hierbei ist ebenso wie bei der Eichung klar definiert wie die Waage zu prüfen ist. Die Ergebnisse werden in einem Prüfprotokoll ausgegeben und dienen dem Anwender als Nachweis der Richtigkeit der Wägeergebnisse.

Allein die Eichung ist ein hoheitlicher Akt und darf ausschließlich von den Eichbehörden durchgeführt werden. Mit ihr gleichzusetzen ist die Konformitätsbewertung nach Richtlinie 2014/31/EU. Diese wird vom Hersteller beim erstmaligen Inverkehrbringen einer Waage durchgeführt. Allerdings nur dann, wenn der Hersteller ein anerkanntes Qualitätsmanagement unterhält. Eine Benannte Stelle prüft dies und erteilt die Anerkennung.

 

Was ist genauer?

Hierzu kann pauschal keine Aussage getroffen werden. Fakt ist, dass nur eine geeichte oder konformitätsbewertete Waage in eichpflichtigen Anwendungen verwandt werden darf.

Für den Anwender kann aber eine nichtgeeichte Waage die bessere Wahl sein. Zumeist haben diese eine höhere Auflösung. Dies ermöglich dem Anwender bessere Wägeergebnisse zu erhalten. Beachtet werden muss aber, dass eine geeichte Waage viele Prüfungen durchlaufen hat. So können ausschließlich Waagen mit entsprechenden Zulassungen geeicht werden.

Die Zulassung – Voraussetzung für die Eichung

Um eine Zulassung für die Bauteile einer Waage zu erlangen ist ein aufwendiges Prüfverfahren erforderlich. Hierbei werden die Komponenten entsprechend der jeweiligen OIML Richtlinien geprüft. Es wird festgelegt in welchem Umfang die Komponente im eichpflichtigen Verkehr eingesetzt werden darf.

 

Nach erfolgreicher Durchführung aller Prüfungen entsprechend der OIML Richtlinie wird von einer Akkreditierten Prüfstelle eine Zulassung erteilt. Hier ein Beispiel einer Zulassung für unsere Auswerteelektronik WA-01:

Zulassung-WA-01

Ohne Zulassung ist eine Waage nicht eichfähig. Die Zulassung stellt sehr hohe Ansprüche an die Komponenten und das nicht ohne Grund. Damit wird der Grundstein für zuverlässige Wägeergebnisse über viele Jahre hinweg gelegt.

 

Durchführung der Eichung

Wie die Eichung einer Waage durchgeführt wird ist in der DIN 45501 beschrieben. Neben der Prüfung der Dokumentation der Waage werden auch die Zulassungen geprüft. Ein Kompatibilitätsnachweis muss erstellt werden. Aus diesem geht hervor, dass die einzelnen Komponenten im Zusammenspiel die Voraussetzungen für die gewünschte Waage erfüllen.

Die messtechnische Prüfung besteht aus mehreren Schritten. Die Nullstellung muss geprüft werden, ebenso wie die Überlast. Eine Prüfung mit Normallast, in der Regel volle und halbe Normallast wird durchgeführt. Bei der Eckenprüfung wird sichergestellt, dass auch bei außermittiger Belastung ein korrektes Ergebnis angezeigt wird. Die Hysterese Prüfung umfasst mindestens 5 Prüfpunkte. Die müssen die Mindestlast und Höchstlast einschließen. Die weiteren Prüfpunkte müssen nahe an den Werten liegen, an denen sich die Fehlergrenzen ändern.

Fehlergrenzen

Anders als bei einer Werkskalibrierung oder DAkkS-Kalibrierung wird für den Kunden nicht die tatsächliche Abweichung der Waage dargestellt. Mit der Anbringung der eichrechtlichen Kennzeichnung wird sichergestellt, dass die Waage innerhalb der Fehlergrenzen arbeitet.

 

Die Fehlergrenzen sind von einigen Faktoren abhängig. Wir beschränken uns auf die Fehlergrenzen einer Waage der Klasse III in diesem Artikel. Bei einer Einbereichswaage wird der Wägebereich in drei Bereiche eingeteilt. Im unteren Bereich darf der Fehler bei der Konformitätsbewertung bei 0,5 x e, im mittleren Bereich bei 1 x e und im oberen Bereich bei 1,5 x e liegen. „e“ steht hierbei für den Eichwert, also den Anzeigeschritt. Die Verkehrsfehlergrenzen liegen doppelt so hoch.

 

Folgendes Beispiel verdeutlicht diese Ausführungen:

 

Bodenwaage mit den Werten Max 3.000 kg, Min 20 kg, e = 1 kg

 

            0 – 500 kg                     -   0,5 kg

            500 – 2000 kg               -   1 kg

            2000 – 3000 kg             -   1,5 kg

 

Die Berechnung führen wir an dieser Stelle nicht weiter aus, stehen Ihnen aber gern im persönlichen Gespräch Rede und Antwort zu diesem Thema. Kontaktieren Sie uns einfach.

 

Geeichte Zählwaage

Gibt es geeichte Zählwaagen? Diese Frage wird sehr häufig gestellt und wir beantworten dies mit einem klaren NEIN. Die Zählfunktion einer Waage kann niemals eichfähig sein. Dies ergibt sich aus sämtlichen Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen. Oder besser, es ergibt sich nicht daraus. Eine Zählfunktion wird in keiner rechtlichen Grundlage genannt. Im Umkehrschluss lässt hieraus ableiten, dass die Zählfunktion nicht eichfähig ist.

Eine geeichte Zählwaage kann es trotzdem geben, aber nur das ermittelte Gewicht ist im eichrechtlichen Verkehr zu verwenden, nicht aber die ermittelte Stückzahl. Wenn Sie über eine geeichte Zählwaage verfügen, dürfen Sie also das Gewicht im eichpflichtigen Verkehr verwenden. Also zum Beispiel 1 kg Schrauben kosten 5 EUR. Nicht aber die Stückzahl von zum Beispiel 50 Schrauben.

Welche geeichten Waagen führen wir?

OMEGA Waagen GmbH hat für jeden Anwendungsbereich in der Industrie, im Handel, in der Logistik und im Agrarbereich die passende eichfähige Lösung für Sie. Bei allen Waagen finden Sie auch eichfähige Varianten in unserem Lieferprogramm. Da diese Thematik nicht immer ganz einfach ist unterstützen wir Sie gern bei der Auswahl.

Durch konkrete Fragestellungen finden wir die beste Waage für Ihre Anwendung, damit Sie rechtsicher Ihrem Kerngeschäft nachgehen können. Auch nach dem Kauf gibt es noch einiges zu beachten, wie zum Beispiel die Anmeldung der Waage bei der zuständigen Eichbehörde. Wir unterstützen Sie dabei. Wenn die Nacheichung ansteht sind wir auch für Sie da. Wir prüfen die Waage fachgerecht und führen die Eichvorbereitung durch. Mit dem Eichamt stimmen wir einen Termin ab und lassen die Nacheichung durchführen. Wenn erforderlich stellen wir Ihnen für den Zeitraum eine Ersatzwaage zur Verfügung, damit Sie keine Zeit verlieren.

Service vom Feinsten – weniger ist nicht gut genug für unsere Kunden!



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Eine geeichte Waage muss immer dann verwendet werden, wenn das Gewicht zur Ermittlung eines Preises herangezogen wird. Darüber hinaus gibt es noch weitere Anwendungen, die eine geeichte Waage voraussetzen.

In unserem Blog haben wir diese Thematik sehr ausführlich behandelt und aus der angegebenen Tabelle können Sie leicht ermitteln ob Ihre Anwendung eine geeichte Waage voraussetzt.

Welche Verfahren gibt es?

Neben der Eichung gibt es noch die Werkskalibrierung, auch ISO-Kalibrierung genannt. Diese wird vom Hersteller oder einer befähigten Person / Unternehmen durchgeführt. Eine klare Definition des Vorgehens gibt es hier nicht. Der Hersteller bestimmt selbst welchen Umfang die Prüfung hat. OMEGA Waagen GmbH geht bei der Werkskalibrierung wie bei der Eichung vor. Wir orientieren uns dabei an der DIN 45501, welche auch die Vorgaben für die Eichung einer Waage definiert.

Die Kalibrierung nach DAkkS ist eine weitere Form der dokumentierten Prüfung einer Waage. Hierbei ist ebenso wie bei der Eichung klar definiert wie die Waage zu prüfen ist. Die Ergebnisse werden in einem Prüfprotokoll ausgegeben und dienen dem Anwender als Nachweis der Richtigkeit der Wägeergebnisse.

Allein die Eichung ist ein hoheitlicher Akt und darf ausschließlich von den Eichbehörden durchgeführt werden. Mit ihr gleichzusetzen ist die Konformitätsbewertung nach Richtlinie 2014/31/EU. Diese wird vom Hersteller beim erstmaligen Inverkehrbringen einer Waage durchgeführt. Allerdings nur dann, wenn der Hersteller ein anerkanntes Qualitätsmanagement unterhält. Eine Benannte Stelle prüft dies und erteilt die Anerkennung.

 

Was ist genauer?

Hierzu kann pauschal keine Aussage getroffen werden. Fakt ist, dass nur eine geeichte oder konformitätsbewertete Waage in eichpflichtigen Anwendungen verwandt werden darf.

Für den Anwender kann aber eine nichtgeeichte Waage die bessere Wahl sein. Zumeist haben diese eine höhere Auflösung. Dies ermöglich dem Anwender bessere Wägeergebnisse zu erhalten. Beachtet werden muss aber, dass eine geeichte Waage viele Prüfungen durchlaufen hat. So können ausschließlich Waagen mit entsprechenden Zulassungen geeicht werden.

Die Zulassung – Voraussetzung für die Eichung

Um eine Zulassung für die Bauteile einer Waage zu erlangen ist ein aufwendiges Prüfverfahren erforderlich. Hierbei werden die Komponenten entsprechend der jeweiligen OIML Richtlinien geprüft. Es wird festgelegt in welchem Umfang die Komponente im eichpflichtigen Verkehr eingesetzt werden darf.

 

Nach erfolgreicher Durchführung aller Prüfungen entsprechend der OIML Richtlinie wird von einer Akkreditierten Prüfstelle eine Zulassung erteilt. Hier ein Beispiel einer Zulassung für unsere Auswerteelektronik WA-01:

Zulassung-WA-01

Ohne Zulassung ist eine Waage nicht eichfähig. Die Zulassung stellt sehr hohe Ansprüche an die Komponenten und das nicht ohne Grund. Damit wird der Grundstein für zuverlässige Wägeergebnisse über viele Jahre hinweg gelegt.

 

Durchführung der Eichung

Wie die Eichung einer Waage durchgeführt wird ist in der DIN 45501 beschrieben. Neben der Prüfung der Dokumentation der Waage werden auch die Zulassungen geprüft. Ein Kompatibilitätsnachweis muss erstellt werden. Aus diesem geht hervor, dass die einzelnen Komponenten im Zusammenspiel die Voraussetzungen für die gewünschte Waage erfüllen.

Die messtechnische Prüfung besteht aus mehreren Schritten. Die Nullstellung muss geprüft werden, ebenso wie die Überlast. Eine Prüfung mit Normallast, in der Regel volle und halbe Normallast wird durchgeführt. Bei der Eckenprüfung wird sichergestellt, dass auch bei außermittiger Belastung ein korrektes Ergebnis angezeigt wird. Die Hysterese Prüfung umfasst mindestens 5 Prüfpunkte. Die müssen die Mindestlast und Höchstlast einschließen. Die weiteren Prüfpunkte müssen nahe an den Werten liegen, an denen sich die Fehlergrenzen ändern.

Fehlergrenzen

Anders als bei einer Werkskalibrierung oder DAkkS-Kalibrierung wird für den Kunden nicht die tatsächliche Abweichung der Waage dargestellt. Mit der Anbringung der eichrechtlichen Kennzeichnung wird sichergestellt, dass die Waage innerhalb der Fehlergrenzen arbeitet.

 

Die Fehlergrenzen sind von einigen Faktoren abhängig. Wir beschränken uns auf die Fehlergrenzen einer Waage der Klasse III in diesem Artikel. Bei einer Einbereichswaage wird der Wägebereich in drei Bereiche eingeteilt. Im unteren Bereich darf der Fehler bei der Konformitätsbewertung bei 0,5 x e, im mittleren Bereich bei 1 x e und im oberen Bereich bei 1,5 x e liegen. „e“ steht hierbei für den Eichwert, also den Anzeigeschritt. Die Verkehrsfehlergrenzen liegen doppelt so hoch.

 

Folgendes Beispiel verdeutlicht diese Ausführungen:

 

Bodenwaage mit den Werten Max 3.000 kg, Min 20 kg, e = 1 kg

 

            0 – 500 kg                     -   0,5 kg

            500 – 2000 kg               -   1 kg

            2000 – 3000 kg             -   1,5 kg

 

Die Berechnung führen wir an dieser Stelle nicht weiter aus, stehen Ihnen aber gern im persönlichen Gespräch Rede und Antwort zu diesem Thema. Kontaktieren Sie uns einfach.

 

Geeichte Zählwaage

Gibt es geeichte Zählwaagen? Diese Frage wird sehr häufig gestellt und wir beantworten dies mit einem klaren NEIN. Die Zählfunktion einer Waage kann niemals eichfähig sein. Dies ergibt sich aus sämtlichen Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen. Oder besser, es ergibt sich nicht daraus. Eine Zählfunktion wird in keiner rechtlichen Grundlage genannt. Im Umkehrschluss lässt hieraus ableiten, dass die Zählfunktion nicht eichfähig ist.

Eine geeichte Zählwaage kann es trotzdem geben, aber nur das ermittelte Gewicht ist im eichrechtlichen Verkehr zu verwenden, nicht aber die ermittelte Stückzahl. Wenn Sie über eine geeichte Zählwaage verfügen, dürfen Sie also das Gewicht im eichpflichtigen Verkehr verwenden. Also zum Beispiel 1 kg Schrauben kosten 5 EUR. Nicht aber die Stückzahl von zum Beispiel 50 Schrauben.

Welche geeichten Waagen führen wir?

OMEGA Waagen GmbH hat für jeden Anwendungsbereich in der Industrie, im Handel, in der Logistik und im Agrarbereich die passende eichfähige Lösung für Sie. Bei allen Waagen finden Sie auch eichfähige Varianten in unserem Lieferprogramm. Da diese Thematik nicht immer ganz einfach ist unterstützen wir Sie gern bei der Auswahl.

Durch konkrete Fragestellungen finden wir die beste Waage für Ihre Anwendung, damit Sie rechtsicher Ihrem Kerngeschäft nachgehen können. Auch nach dem Kauf gibt es noch einiges zu beachten, wie zum Beispiel die Anmeldung der Waage bei der zuständigen Eichbehörde. Wir unterstützen Sie dabei. Wenn die Nacheichung ansteht sind wir auch für Sie da. Wir prüfen die Waage fachgerecht und führen die Eichvorbereitung durch. Mit dem Eichamt stimmen wir einen Termin ab und lassen die Nacheichung durchführen. Wenn erforderlich stellen wir Ihnen für den Zeitraum eine Ersatzwaage zur Verfügung, damit Sie keine Zeit verlieren.

Service vom Feinsten – weniger ist nicht gut genug für unsere Kunden!

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