Wägezellen austauschen

Wägezellen austauschen

Wägezellengleicher oder ähnlicher Bauart finden Sie bei vielen Herstellern. Sie können diese untereinander unkompliziert austauschen und so vorhandene Wägezellen durch baugleiche eines anderen Herstellers ersetzen. Daraus ergibt sich häufig eine deutliche Kostenersparnis. Die Effizienz der Waage wird nicht beeinträchtigt, wenn die technischen Daten übereinstimmen.

Wie Sie Wägezellen verschiedener Hersteller vergleichen, erkläre ich Ihnen im Folgenden sehr ausführlich. Grundlegend zu beachten sind

  • Ø  Die Maße
  • Ø  Die Nennlast
  • Ø  Die technischen Daten

Allerdings müssen nicht alle Daten identisch sein.

Die Maße

Eine vorhandene Konstruktion kann geändert werden, aber dies ist mit einem Aufwand verbunden, den Sie sich meist ersparen können. Sind die Außenabmessungen identisch,

Aussenabmasse-W-gezelle-ermitteln

ist das die beste Voraus-setzung für einen Wechsel. Jetzt gilt es noch die Lochabstände zu prüfen. Gemessen wird von der Lochmitte.

1.     Maß von der Außenkante zur Mitte der ersten Lochbohrung

      Abbildung-1-W-gezelle-messen-Lochabstand

2.     Maß zwischen Mitte erster und zweiter Lochbohrung

      Abbildung-2-W-gezelle-messen-Lochabstand

3.     Maß zwischen Mitte innerer Lochbohrung der Befestigungsseite

und Mitte Lochbohrung der Lastaufnahme

Abbildung-3-W-gezelle-messen-Lochabstand

4.     Maß zwischen Mitte Lochbohrung der Lastaufnahme und Außenkante

      Abbildung-4-W-gezelle-messen-Lochabstand

Die Abmessungen passen? Sehr gut! Nun gilt es die letzte Hürde bei den Maßvergleichen zu nehmen, die Gewindebohrung:

Sehr einfach können Sie die Bohrung anhand der verwendeten Schrauben ermitteln. Mit einem Messschieber sind die Maße aber auch zu ermitteln:

Die Nennlast

Auf den Wägezellen sollte die Nennlast angegeben sein. Dadurch ist es einfach diese zu ermitteln. Oft sind baugleiche Wägezellen in verschiedenen Nennlasten lieferbar. Wenn ohnehin ein Austausch vorgenommen werden soll, prüfen Sie doch gleich, ob die verwendete Nennlast angemessen ist. Als Faustformel können Sie eine Belastung von 70 % der Nennlast annehmen. Bei in reihe geschalteten Wägezellen addieren Sie die einzelnen Nennlasten auf und 70 % des Ergebnisses sollte die maximal aufzubringende Last ausmachen. Mit einem Messanschlag können Sie auch die gesamte Nennlast als Wägebereich nutzen. Wie Sie einen Anschlag setzen, erklären wir in einem anderen Artikel.

Die technischen Daten

Beim Austauschen von Wägezellen müssen Sie einige technische Daten beachten. Zunächst ist es entscheidend, ob es sich um eine geeichte Waage handelt. Falls dem so ist, dürfen Sie keine Änderungen an der Waage vornehmen, also auch keine Wägezelle tauschen. Dies bleibt geprüften Instandsetzern vorbehalten.

Nicht geeicht? Dann machen wir weiter! Soll das vorhandene Auswertegerät (AWG) weiterverwendet werden, benötigen Sie ein Datenblatt hiervon. In den meisten Fällen ist es aber unproblematisch andere Wägezellen anzuschließen. Wichtig ist das Ausgangssignal.

Verbreitet sind 2 mV/ und 3 mV/V. Zellen mit dem gleichen Ausgangssignal, der gleichen Bauform und der identischen Nennlast können grundsätzlich ausgetauscht werden. Stimmen auch noch die restlichen technischen Daten überein, sind Sie auf der sicheren Seite.

Meist empfiehlt es sich Zellen eines Herstellers zu verwenden. Es ist also empfehlenswert einen Preisvergleich anzustellen. Oft es ist günstiger auf einen anderen Hersteller umzustellen, als eine einzelne Wägezelle vom Originalhersteller nachzukaufen.

Wurde eine oder mehrere Wägezellen getauscht ist zwingend eine Kalibrierung durchzuführen!

 

Benötigen Sie Unterstützung bei der Prüfung oder dem Tausch kontaktierenSie uns gern. Wir haben bereits für zahlreiche Wägezellen die vorgenannten Prüfungen durchgeführt und können Ihnen schnell ein Äquivalent aus unserem Sortiment anbieten. 

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